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Halal-Importfleisch beschäftigt die Schweizer Politik

Bern (BZZ) – Deklarationspflicht und Wegfall von Zollvergünstigungen – islamfeindliche Politiker in der Schweiz können es auch entgegen dem Rat ihrer Bundesregierung nicht lassen, die heimischen Muslime zu drangsalieren.

Schlachten ohne Betäubung: In der Schweiz ist das seit über hundert Jahren verboten, im grenznahen Ausland – z.B. in Besançon, aber erlaubt. Deshalb soll importiertes Halal-Fleisch als solches beschriftet werden – auf allen Verkaufsstufen. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Parlaments (WBK) hat mit 13 zu 5 Stimmen bei 3 Enthaltungen einer Initiative der Christlichen Volkspartei (CVP) zugestimmt. Jetzt muss das Schweizer Parlament, der Nationalrat entscheiden.

Wesentlich bedeutsamer als die Deklarationspflicht wäre der Wegfall des Zollkontingents. Total 525 Tonnen dürfen bis heute zollvergünstigt im portiert werden. Laut Regierung ergebe dies pro in der Schweiz lebenden muslimischen Gläubigen und Jahr rund 1,3 Kilogramm Halalfleisch von Rindern und Schafen. Der durchschnittliche Konsum an Rinds- und Schaffleisch betrage aber rund 15 Kilogramm pro Kopf und Jahr. In der Schweiz ist Fleisch erheblich teurer als in den Nachbarländern und in den Grenzregionen boomt der Einkaufstourismus und der Schmuggel.

Bericht in der Schweizer Handelszeitung.

Gemüse wird zum Luxusgut und ist dennoch oft ungesund

Ungesund leben mit Gewächshausgemüse aus Holland und Spanien. Schon in einer Studie von 2008 konnte man nachlesen, dass Kinder in den Niederlanden immer dicker werden und dabei gleichzeitig an Mangelerscheinungen leiden. Die Mangelerscheinungen hängen mit minderwertigen Produkten aus niederländischen Gewächshäusern zusammen. Auch das Gemüse, das wir aus Spanien erhalten wird fast ausschließlich in Gewächshäusern produziert.

Hinzukommt ein Trend zur Standardisierung: In den letzten 100 Jahren hat die Menschheit auf Grund von Monokulturen über 75 Prozent der biologischen Vielfalt verloren. In den meisten Supermärkten liegen mehr oder weniger dieselben Obst- und Gemüsesorten.

Dieser Bericht von RT Deutsch halten wir für lesenswert.
Das teure und das ungesunde Gemüse

Betäubt oder unbetäubt – die Briten haben die Wahl

London (BZZ) – Vereinfacht gesagt erlebt in Grossbritannien das Schlachten ohne jede Betäubung gerade ein „Comeback“. Immer mehr Muslime verlangen nämlich entsprechende Produkte. Parallel dazu wird von einer Mehrheit von muslimischen Verbrauchern aber auch Fleisch als „halal“ akzeptiert, für das die Schlachttiere vor der Tötung durch einen muslimischen Schlachter betäubt worden sind.

Inzwischen hat als Reaktion auf die Forderungen von Produzenten, Händlern und Verbrauchern nach größerer Transparenz, Information und Kennzeichnung, die größte und Pionier-Zertifizierungsstelle von Grossbritannien – die Halal Food Authority (HFA) – ein neues Zertifizierungssystem für Fleisch und Geflügel geschaffen. Es nennt sich „Traditional Halal“.

Diese Zertifizierungsmarke wird ein Label mit den Ausdrücken „Stun-free“ (betäubungsfrei) und „Traditional Halal“ (traditionelles Halal) erhalten. EU-Vorschriften zur Schlachtung werden auf der britischen Insel ohnehin nicht mehr akzeptiert. Der muslimische Kunde hat also dort die Wahl und kann seiner islamischen Rechtsschule folgen. In Deutschland ist dies aufgrund der gesetzlichen Pflicht zur Betäubung nicht möglich.

Originalbericht auf Englisch lesen.

Helal Uzman araniyor – Halal-Fachmann gesucht

Halal-Fachmann gesucht

Wir suchen im Auftrag einer europäischen Prüf- und Zertifizierungsstelle zur Ausstellung von Halal- und Export-Zertifikaten eine islamische Autorität (Studium) mit zusätzlicher Qualifikation in der Lebensmittelchemie, Lebensmittelwirtschaft oder Agrarwirtschaft (Master).

Diese interessante Tätigkeit erfordert Reisen im deutschsprachigen Europa und kann auch nebenberuflich (Zuerwerb) erfolgen. In diesem Fall können Aufträge ab dem Wohnort ausgeführt werden. Voraussetzung: Bürger der EU oder Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für Deutschland. Fortbildungskosten im Ausland werden übernommen.

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Halal Consulting
Mr. Peter Z. Ziegler
P.O. Box 5
CH-4018 Basel
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eMail: service@halal.li

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Bernhard Meemken hat Halal-Zertifizierer gewechselt

Basel (BZZ)- Ausweislich ihrer Website hat die Meemken Wurstwaren GmbH & Co. KG den Halal-Zertifizierer gewechselt. Neuer Zertifizierer ist das Islamische Zentrum in München. (Siehe KAMAR)

Die Meemken Wurstwaren GmbH & Co. KG war im Juni 2011 ins Schussfeld der Kritik geraten als die Stiftung Warentest 207 Geflügelprodukte mit teilweise verheerenden Ergebnissen testete. Das Unternehmen stand damals gleich mit 5 Produkten auf der Liste der unechten Geflügelprodukte. (Archiv siehe halal-produkte.eu)

Auch über den früheren Zertifizierer von Meemken, das Islamische Zentrum Aachen (IZA), das auch als „Halal Europe“ firmiert, gab es in den vergangenen Jahren zahlreiche negative Beiträge und Schlagzeilen. Das IZA verlor schliesslich auch die Akkreditierung bei den Vereinigten Arabischen Emiraten und damit waren die Zertifikate aus Aachen nahezu wertlos. Anders das Islamische Zentrum in München, das zu den renommierten und seriösen deutschen Halal-Zertifizierern zählt. Es spricht für Meemken, dass man sich dort vom IZA getrennt hat.

Die Beauftragte für Kommunikation und Marketing bei Meemken schrieb uns jetzt: „Bei den Erkenntnissen dieses Artikels (aus dem Juni 2011) handelt es sich um überholte und nicht mehr zutreffende Informationen über unsere Marke ‚Kamar´.“ Dafür sollte auch der neue Halal-Zertifizierer gesorgt haben.

In Indonesien droht der „Halal-Extremismus“

Djakarta (BZZ) – Kommt es in Indonesien zu einem „Halal-Extremismus“? Bald soll sogar ein neues Gesetz den „Halal“-Hype untermauern. Entsprechenden Stempel sind dann nicht mehr nur freiwillig, sondern zwingend anzubringen. Im Dezember 2014, nach acht Jahren Debatte, hatte das Parlament in Jakarta eine entsprechende Gesetzesvorlage abgesegnet – inklusive Gefängnisstrafen von bis zu fünf Jahren und einem saftigen Bußgeld. Die WELT hat jetzt in einer Reportage ausgelistet, was alles als islamkonform zertifiziert werden kann. Immer mehr Verbraucher verlangen für die verschiedensten Waren die Bestätigung, dass diese den Regeln des Koran entsprechen.

Die einen halten es für geldgierige Geschäftemacherei, die anderen verteidigen das Bedürfnis nach „sauberen“ Produkten für gläubige Muslime. Der Hype um das „Halal“-Etikett nutze deren Frömmigkeit aus, schimpfen Kritiker. Aber Verteidiger des Trends betonen, dass die Kunden schließlich diese Produkte fordern. „Die Leute fragen sogar nach ‚Halal‘-Toilettenschüsseln“, meint Sirajuddin Suhaimee, der Direktor der Behörde für islamische Entwicklung in Malaysia, Indonesiens mehrheitlich islamischem Nachbarland.

Den Bericht in der WELT lesen.

 

Britischer Zertifizierer führt neues Halal-Label ein

London (BZZ) – Immer mehr Muslime in Grossbritannien verlangen offenbar, das Schlachttiere traditionell ohne Betäubung geschlachtet werden. Die eher liberal orientierte britische Halal Food Authority (HFA) führt jetzt ein neues Label für Fleisch ein, das von betäubungslos geschlachteten Tieren stammt. Die HFA hatte bislang auch Fleisch zertifiziert, vor deren Schlachtung die Tiere betäubt worden waren. Sie tritt jetzt in Konkurrenz zum Halal Monitoring Committee (HMC), das ausschliesslich Fleisch von Tieren zertifiziert, die für die Schlachtung nicht betäubt worden sind. Die HFA ist das in Grossbritannien nach wie vor das am meisten verbreitete Halal-Zertifizierungsinstitut.

Seit 1994 hatte die HFA beide Schlachtmethoden akzeptiert, sowohl die traditionelle Methode als auch die reversible Betäubung erhielten das Halal-Label, ohne dass freilich für den Verbraucher ein Unterschied zu erkennen war. Das führte bei den muslimischen Kunden zunehmend zu Unsicherheiten. Ab sofort wird es für die Produkte von traditionell geschlachteten Tieren einen separaten Label geben. Das bedeute aber nicht, dass die Zertifizierung betäubter Tiere aufgegeben werde, betonte die HFA. „Aus unserer Sicht entsprechen beide Methoden der Scharia“.  Sie will gleichzeitig die Kontrollen verschärfen, da es in jüngster Zeit Verstösse in den Schlachthöfen gegeben habe.