DNV Business Assurance bietet Halal-Zertifikate mit QFC-Standard

Oslo (BZZ) – Als eine der weltweit führenden, unabhängigen und anerkannten Zertifizierungsgesellschaften führt nun auch DNV Business Assurance mit Hauptquartier in Oslo in ganz Europa QFC-Halal-Zertifizierungen von lebensmittelproduzierenden Betrieben nach dem QFC-Standard durch. Für diese Tätigkeit setzt DNV standardgemäß ausschließlich muslimische, fachlich kompetente Prüfer (z.B. Tierärzte, Lebensmitteltechniker, Agrarwissenschaftler etc.) ein. Diese begutachten die Betriebe stets unter Aufsicht muslimischer Autoritäten und entscheiden gemeinsam mit diesen über die Halal-Zertifizierung der Betriebe.

Bisher wurden Zertifikate nach dem QFC-Standard („Qibla Food Control“) lediglich von der SGS Deutschland GmbH mit Sitz im norddeutschen Emstek angeboten. Das Geschäft, nur wenig beworben, lief dort eher schleppend. Die DNV Business Assurance hat alleine in Deutschland mit Bremen, Essen, Flensburg, Hamburg und Rostock fünf Geschäftsstellen. Der norwegische Zertifizierer stellt sein Verfahren zudem kurz, verständlich und transparent vor. Selbst für Laien wird der Unterschied zu den weitgehend laienhaften und undurchschaubaren Zertfizierungsverfahren deutscher Moscheen ersichtlich. Dort wehrt man sich inzwischen verzweifelt gegen den Verlust von Kunden und Einnahmequellen.

Zertifizierungsprofis wie DNV ermöglichen der Lebensmittelindustrie zudem erhebliche Kosten- und Zeitvorteile. Muslimische Auditoren bieten durch langjährige Praxis im Bereich des Aufbaus und der Zertifizierung von Halal-Systemen sowie teilweise auch Erfahrungen aus Tätigkeiten als muslimische Autoritäten eine fachliche Expertise über den kompletten Prozess der Zertifizierung hinweg: Von der Vorbereitung über die Planung bis hin zum Audit selbst. Während die Kosten für das Audit selbst in der Regel zu vernachlässigen sind, schlagen alleine die Personalkosten bei der Vorbereitung erheblich zu Buche. Bei einem professionellen Zertifizierer sind zudem Kombi-Audits möglich: das Halal-Audit wird im Rahmen eines IFS- oder BRC-Audits durchgeführt.

Ist ein Betrieb bereits nach IFS, BRC oder einem anderen Standard für Lebensmittelsicherheit zertifiziert, so muss dieser seine Systeme nicht komplett umstellen – sondern lediglich in ausgewählten Bereichen anpassen. Das ist eine Leistung, wofür den Moscheen jede Kompetenz fehlt. Der in Basel publizierende Fachjournalist und Halal-Berater Peter Ziegler sieht die Entwicklung aus europäischer Sicht. Sein Kommentar: „Die namhaften Produzenten und der Handel innerhalb der EU werden in spätestens drei Jahren nur noch professionelle Halal-Zertifikate anerkennen.“

Quellen: DNV Business Assurance sowie SGS Deutschland GmbH