Halal-Fleisch verboten: Polnisches Gericht stoppt rituelle Schlachtung

Das polnische Verfassungsgericht hat die Schlachtung von Tieren nach jüdischen und muslimischen Riten verboten. Medienberichten zufolge urteilte das Gericht am Dienstag, die Tötung ohne Betäubung sei Tierquälerei und verletze die Verfassung. Damit schert Polen aus einer EU-weiten Regelung aus, die ab 1. Januar in Kraft treten soll und Ausnahmen für rituelle Tötungen erlaubt. Weltweite Proteste von Juden und Muslimen werden jetzt erwartet.

FAZ: Streit über die Schächtung spitzt sich im Westen zu

Unter dem Titel „Der Tod, der in den Regelbüchern steht“ berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung über den sich in Westeuropa zuspitzenden Streit um das sogenannte Schächten, die rituelle Schlachtung ohne Betäubung von Juden und konservativen Muslimen.Unbekannt scheint der FAZ-Autorin die Deutsch-Israelische Tierärztevereingung zu sein, welche die Schächtung sicher fachlich anders beurteilt als der Tierarztbund, der gebetsmühlenartig ohne neue Argumente die stets gleichen Behauptungen verbreitet, die laut DIALREL-Kritik wissenschaftlich nicht nachvollziehbar sind.

Halal-Food nach Mitternacht in der ARD-Tagesschau

Zum Abschluss der Themenwoche „Essen ist Leben“ in der ARD sendete die Tagesschau in der Nacht zum Samstag zweimal eine kurze Reportage mit dem Titel „Halal-Food als belebender Wirtschaftsfaktor in Deutschland“. Autor Oliver Feldfurth lieferte eine objektive, handwerklich einwandfreie Arbeit ab, die für einmal nicht den üblichen islamkritischen“ Touch hatte, der bei den deutschen Massenmedien noch immer vorherrscht.

Emotioneller Tierschutz führt auf abschüssige Bahnen

Eine historische Betrachtung der deutschen Tierschutzgesetzgebung, insbesondere des bis 1972 gültigen „Reichstierschutzgesetzes“, mag daher sehr geeignet sein um zu zeigen, auf welche abschüssigen Bahnen ein ideologischer oder emotional aufgeladener Tierschutz führen kann.

Als Muslime in Deutschland rituell schlachten durften

Das Bundesverfassungsgericht schreibt in der Begründung seines 2002 verkündeten Urteils zum Schächten, im Dritten Reich seien nach dem Gesetz vom 21. April 1933 über das Schlachten von Tieren „Ausnahmen vom Schächtverbot … nur noch für Notschlachtungen zugelassen“ worden. Diese historische Bemerkung hat zwar für den Argumentationsgang des Urteils keine Folgen. Das Schächten war jedoch zumindest in der Endphase des Zweiten Weltkrieges durchaus erlaubt – und zwar für muslimische Kriegsgefangene.

Muslimischer Metzger mit Verfassungsbeschwerde erfolgreich

Karlsruhe (KNA). Das Bundesverfassungsgericht hat der Verfassungsbeschwerde eines muslimischen Metzgers aus dem Landkreis Gießen in Hessen stattgegeben, der sich seit Jahren vor Verwaltungsgerichten um das Schächten streitet. Die 3. Kammer des Ersten Senats entschied am 2.10.2009 in Karlsruhe, wirksamer Rechtsschutz müsse innerhalb einer angemessenen Zeit erfolgen. Nachfolgend der Originaltext der Pressestelle des Bundesverfassungsgerichts zur eigenen Meinungsbildung.

Schächtungen – Wie deutsche Behörden das Verfassungsgericht austricksen

Für ein paar tausend militante Tierschützer, die Bundestierärztekammer und den Landesverband Hessen der NPD war die Welt wieder in Ordnung. Unisono lobten sie das höchste deutsche Gericht, das sieben Jahre zuvor von ihnen verbale Prügel bezogen hatte. Tatsächlich erlitt der reale Tierschutz die schlimmste Niederlage der vergangenen zwanzig Jahre. Noch nie in der Geschichte der fast 60jährigen Bundesrepublik dürfte es soviel gemeinschaftlich begangene Verstöße gegen das Grundgesetz gegeben haben wie Anfang Dezember.