FAZ: Streit über die Schächtung spitzt sich im Westen zu

Unter dem Titel „Der Tod, der in den Regelbüchern steht“ berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung über den sich in Westeuropa zuspitzenden Streit um das sogenannte Schächten, die rituelle Schlachtung ohne Betäubung von Juden und konservativen Muslimen.Unbekannt scheint der FAZ-Autorin die Deutsch-Israelische Tierärztevereingung zu sein, welche die Schächtung sicher fachlich anders beurteilt als der Tierarztbund, der gebetsmühlenartig ohne neue Argumente die stets gleichen Behauptungen verbreitet, die laut DIALREL-Kritik wissenschaftlich nicht nachvollziehbar sind.

Lebensmittelschwindel: Halal-Fleisch ohne Zertifikat

Immer mehr Produkte in heimischen Supermärkten werben mit dem Halal-Zeichen und wollen damit muslimische Verbraucher zum Kauf animieren. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Halal-Kennzeichnung allerdings keine Pflichtkennzeichnung nach dem Lebensmittelkenn­zeichnungsrecht und in der Folge wird von vielen Herstellern geschwindelt.

Jüdisch-muslimische Front gegen Schächtungsverbot in Holland

In seltener Einigkeit kämpfen Vertreter beider Religionen gegen einen im Parlament schon abgesegneten Gesetzesentwurf, dem noch der Senat zustimmen muss. das Geplante Verbot beschränke die Religionsfreiheit. Österreich´s Online-Zeitung „DiePresse.com“ berichtet dazu.

Ein Milliardenmarkt und wieso es trotzdem keine Halal-Zertifizierung gibt

Im neuesten Migrationsmagazin „Migazin“ erklärt Anya Schlie, Vorstandsmitglied der deutsch-türkischen Vereinigung DTFood, die Problematik der Halal-Zertifizierung in Deutschland. Der Weltmarktanteil für Halal-Nahrungsmittel lag in 2010 bei 651 Milliarden USD. Auf Europa entfielen 67 Milliarden USD und auf Deutschland fünf Milliarden USD. Wieso die Lebensmittelindustrie trotzdem keine Halal-Zertifizierung vornimmt, wer die Leidtragenden sind und wer gefordert ist, wird von der Autorin kritisch beleuchtet.

In Deutschland leben rund 4,3 Millionen Muslime. Sie alle würden sich – wenn sie die Wahl hätten – nach den Vorgaben des Korans, also halal, ernähren. Das Problem dabei: Wie soll der muslimische Konsument wissen, was halal und somit erlaubt ist und was haram und verboten?

Deutsche Welle irrt: In Holland sind Schächtungen noch nicht verboten

Die Nachricht ist definitiv falsch: „In den Niederlanden sind Schächtungen seit kurzem verboten.“ Das sind sie eben noch nicht. Im niederländischen Abgeordnetenhaus gab es zwar Ende Juni 116 Stimmen für und nur 30 Stimmen gegen das rituelle Schlachten unbetäubter Tiere verboten, das so genannte Schächten, doch damit ist das Gesetz noch lange nicht rechtskräftig. Die jüdischen Gemeinschaften in Holland und ganz Europa wurden umgehend aktiv – und haben schwere Geschütze aufgefahren.

Wiesenhof-Konzern hat es satt: „Moderne Hexenverbrennung“

„Ideologischen Kampagnenjournalismus“ nennt der Wiesenhof-Konzern eine Medienkampagne von militanten Tierschützern und ihren Helfershelfern in der Medienindustrie. Am 31. August will die ARD eine Reportage mit dem Titel „Das System Wiesenhof“ ausstrahlen. Bezeichnend ist, dass sich radikale Tierschutz-Organisationen wie PETA neuerdings mit unwahren Gruselgeschichten sogar an die Muslime wenden und damit beweisen wollen, die Produkte des Konzern seien nicht „halal“. Das Unternehmen spricht inzwischen von „moderner Hexenverbrennung“.

Den Tieren nützt das „Schächtverbot“ in Holland gar nichts

Als Fachjournalist hat Peter Z. Ziegler zu dem von der Deutschen Presseagentur verbreiteten Bericht über das vom Parlament der Niederlande beschlossene „Schächtverbot“ einige sachlich notwendige Ergänzungen gemacht. Sein Fazit: Den Tieren nützt das Verbot aus Den Haag gar nichts, bedient wird nur die aktuelle Stimmung gegen den Islam.