DNV Business Assurance bietet Halal-Zertifikate mit QFC-Standard

Als eine der weltweit führenden, unabhängigen und anerkannten Zertifizierungsgesellschaften führt nun auch DNV Business Assurance mit Hauptquartier in Oslo in ganz Europa QFC-Halal-Zertifizierungen von lebensmittelproduzierenden Betrieben nach dem QFC-Standard durch. Der Zertifizierer hat alleine in Deutschland mit Bremen, Essen, Flensburg, Hamburg und Rostock fünf Geschäftsstellen.

Verbraucher braucht kein Halal- sondern ein Verbots-Zertifikat

Mit seinen Thesen zur Halal-Zertifizierung von islamkonformen Lebensmitteln hat Dr. Hasan Karaca vom Forschungszentrum für Religion und Gesellschaft (forege) bei einem Marktforum vor der IHK München über „Halal Food“ Aufsehen erregt. „Die ‚Halal-Zertifizierung‘ beziehe sich im traditionell religiösen Sinne auf den sachgemäßen Umgang mit Lebensmitteln, nicht auf das Produkt als solches, sagte Karaca. In der Konsequenz bräuchten die Verbraucher kein „Halal“ -(= ‚Erlaubtes‘), sondern ein „Verbots“-Zertifikat, damit sei „Halal“ eine Verbraucherschutzfrage.

Ein Milliardenmarkt und wieso es trotzdem keine Halal-Zertifizierung gibt

Im neuesten Migrationsmagazin „Migazin“ erklärt Anya Schlie, Vorstandsmitglied der deutsch-türkischen Vereinigung DTFood, die Problematik der Halal-Zertifizierung in Deutschland. Der Weltmarktanteil für Halal-Nahrungsmittel lag in 2010 bei 651 Milliarden USD. Auf Europa entfielen 67 Milliarden USD und auf Deutschland fünf Milliarden USD. Wieso die Lebensmittelindustrie trotzdem keine Halal-Zertifizierung vornimmt, wer die Leidtragenden sind und wer gefordert ist, wird von der Autorin kritisch beleuchtet.

In Deutschland leben rund 4,3 Millionen Muslime. Sie alle würden sich – wenn sie die Wahl hätten – nach den Vorgaben des Korans, also halal, ernähren. Das Problem dabei: Wie soll der muslimische Konsument wissen, was halal und somit erlaubt ist und was haram und verboten?

Halal-Food erkennen: E-Nummern-Liste für Laien ungeeignet

Klartext auf dem deutschsprachigen Sunniforum im Internet: „Für den Endverbraucher macht es keinen Sinn, Halal- oder Haram-Produkte beim Shopping im Supermarkt nach einer E-Nummern-Liste ausfindig machen zu wollen, da die eindeutige Einstufung erst nach Untersuchung des Rohstoffe und deren Herstellungsprozesse erfolgen kann. Eine Halal-Zertifizierung von Lebensmitteln wäre in diesem Falle die einzig vernünftige und praktische Alternative, um den Endverbraucher beim shoppen zu unterstützen.“

Muslimische Autoritäten gründen Aufsichtsgremium für Halal-Zertifizierungen

Mit einer konstitutiven Sitzung in Wildeshausen bei Bremen haben zehn muslimische Autoritäten aus drei europäischen Ländern, die den Qibla Food Control Standard für Halal-Zertifizierungen anerkennen und begleiten, die Gründung eines Qibla Councils als gemeinsames Aufsichts- und Kontrollgremium beschlossen.

Neuseelands Halal-Markt ohne Förderung in Gefahr

Neuseeland Marktchancen in Südasien werden vertan, es sei denn der Staat investiert in die Förderung der islamischen Halal-Zertifizierung, warnt jetzt der Gründer der Halal-Zertifizierung in Neuseeland. Es geht um Missverständnisse rund um die elektrische Betäubung von Schlachttieren, ganz ähnlich wie in Deutschland.

Neuseeland erobert sich den Halal-Markt zurück

Neuseeland hat wieder einen besseren Zugang zum Fleischmarkt von Malaysia nachdem die Regierung die von den religiösen Behorden des islamischen Staates gestellten Bedingungen weitgehend erfüllt hat. Alleine dieser Sektor des islamkonformen Halal-Marktes hat für den Inselstaat einen Wert von jährlich 666 Millionen US-Dollar. Eine neue Vereinbarung der neuseeländischen Fleischindustrie mit der muslimischen Nation soll sicherstellen, dass die religiösen Vorschriften zur Schlachtung eingehalten werden.