Pariser Moschee und dessen Halal-Zertifizierer trennen sich

Schon wieder ein europaweit ausstrahlender Streit bei der Zertifizierung von Halal-Lebensmitteln. Zwischen der Moschee von Paris und seinem Partner, der Gesellschaft SFCVH, „wird der Krieg erklärt“ wie die Organisation W“Al Kanz“ schreibt. Es sieht sehr heftig aus, wie bereits öffentlich gemacht worden ist. Halal, und das große Geld, wie die Hadsch sind zwei Themen, die in der Moschee von Paris seit jeher mit äußerster Diskretion behandelt habe . Zwei Tabuthemen, bei denen stets gezögert worden ist, sie auf einem öffentlichen Platz zu behandeln. Außer bis heute.

Halal: Heilig ist nur die eigene Brieftasche

Radikalislamische Gelehrte aus der Türkei wollen die deutsche Geflügelschlachtung sabotieren. Muslime sollen Geflügel, das tierschutzgerecht mit Gas betäubt wurde, nicht mehr essen dürfen. Ein Moschee-Zertifizierer aus Aachen hat sich mit den Islamisten verbündet und will künftig nur noch die veraltete Elektrobetäubung als „halal“ akzeptieren. Dem Islamischen Zentrum Aachen und seinen Partnern droht jetzt zudem ein Verfahren bei der EU-Kommission wegen einer unerlaubten Kartellbildung zum Schaden eines österreichischen Mitbewerbers. Bei einer Tagung der europäischen Normierer von CEN in Cordoba soll der Aachener Zertifizierer Badreddin Hawari ein Mitglied der Delegation aus Wien mit dem Tod bedroht haben. Die Behörden ermitteln.

Ist Halal-Schlachtung tiergerecht?

Einmal mehr wird in einem Beitrag über islamkonformes Essen die Frage gestellt, ob die Halal-Schlachtung tiergerecht sei? In diesem Fall kommt der Bericht aus den USA und ist erstaunlich objektiv. Während in Deutschland und in der EU jede objektive Diskussion über tiergerechte Schlachtungen nach den religiösen Normen der Muslime oder der Juden durch religionsfeindliche Kommentare erstickt werden, ist dies in den USA anders. Dort hat mit Dr. Temple Grandin, die bekannte Autismus-Advokatin und eine der wichtigsten Experten zum Thema tierisches Verhalten, ein gewichtiges Wort mit zu reden. Grandin arbeitet als Beraterin für die Viehzuchtindustrie und hat mehrere Schlachthöfe entworfen, die darauf ausgerichtet sind, den Stress, den das Tier vor der Schlachtung empfindet, zu minimieren.

Muslim-Funktionäre: ein deutsches Halal-Zertifikat gibt es – nutzt es endlich!

Handelt endlich statt nur zu reden, nach den besonders ekligen Fällen des Betrugs mit Fleischwaren wird dieser Ruf immer lauter und eint inzwischen seriöse Produzenten, den Handel und die Konsumenten. Eine der wichtigsten Forderungen an die Regierung ist es, endlich brauchbare und rechtlich verbindliche Zertifizierungen zu schaffen auf die sich die Konsumenten verlassen können. Es ist zu erwarten, dass das Thema vor der Bundestagswahl nicht mehr erledigt werden kann. Die üblichen Verdächtigen treffen sich inzwischen wieder einmal zu Konferenzen, fordern die Bildung von Arbeitsgruppen und geben ihre guten Absichten in Presseerklärungen bekannt. Dabei sind die Bausteine für eine nachhaltige Lösung bereits vorhanden, sie müssten nur sinnvoll kombiniert und die involvierten Partner endlich zur Kooperation überredet werden. Für manchen Verbandsfunktionär und Lobbyisten ist es jedoch einfacher, die zuständige Ministerin mit populistischen Forderungen einzudecken als konstruktiv an einer Lösung zu arbeiten. Ein besonders trauriges Beispiel liefern hier die deutschen Muslime.

Die soeben geforderte Halal-Zertifizierung gibt es bereits

Angesichts des aktuellen Pferdefleisch-Skandals werden allseits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und mehr Transparenz in der Lebensmittelwirtschaft gefordert. Dabei wird bereits seit 2008 in Deutschland von der Industrie ein Halal-Kontrollsystem erfolgreich eingesetzt, das sowohl die geforderten zusätzlichen Tests von Fleischproben als auch eine erweiterte Kennzeichnung von verarbeiteten Lebensmitteln vorschreibt.

Religiöser Ausschuss für Halal-Schlachtung in Frankreich gegründet

Die Große Moschee in Paris hat erklärt, in Kürze werde ein religiöser Ausschuss zur Untersuchung der Halal-Schlachtung gegründet. In erster Linie soll darüber beraten werden, ob es laut islamischer Überzeugung und islamischem Recht erlaubt ist, die Regeln der Schlachtweise zu ändern.