FAZ berichtet über das deutsche Halal-Experiment

Nach der deutschen Presseagentur, deren jüngster Artikel über die fehlenden Halal-Lebensmittel in deutschen Supermärkten landesweit nachgedruckt worden ist, befasste sich auch FAZ.NET, die Webausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, mit dem spektakulären Titel „Das Halal-Experiment“ mit Halal-Lebensmitteln in deutschen Regalen.

Halal – ein Wachstumsmarkt für Laborunternehmen

Die Struktur der heutigen Lebens- und Futtermittelketten erlaubt den einfachen Zugang zu neuen Märkten. Jedoch bergen diese neuen Möglichkeiten auch neue Herausforderungen und Risiken. Unabhängige Laboranalysen sind eine wichtige Grundlage für ein funktionierendes Qualitätssicherungssystems und setzen eine strikte, sensitive und präzise Technologie sowie praxisnahes Fachwissen voraus. Das Augsburger Laborunternehmen Genetic ID wendete sich kürzlich zum Thema Halal-Food direkt an die Lebensmittelindustrie und die Handelsketten. Genetic ID zählte zu den ersten kommerziellen Laboren, welche PCR-Tests zum Spezies- und GVO-Nachweis angeboten haben

Wurstfabrik Herta soll Muslime betrogen haben

Schwere Vorwürfe gegen die Produzenten der deutschen Wurstmarke Herta. Das zum Nestlé-Konzern gehörende Unternehmen aus dem Ruhrgebiet soll mit seiner Geflügelwurst „Knacki“ die Muslime betrogen haben. In den angeblich islamkonformen Würsten fanden sich Reste von Schweinefleisch. Inzwischen haben nach einem Bericht der Pariser Tageszeitung „Le Figaro“ die betroffenen französischen Supermärkte, allen voran der Konzern „Casino“, die Herta-Erzeugnisse aus ihrem Sortiment entfernt. In den Skandal verwickelt ist auch die renommierte Grosse Moschée von Paris, die für die Zertifizierung der Herta-Wurstwaren in Frankreich verantwortlich war.

Nestlé glaubt ans Geschäft mit Halal

5,5 Milliarden Franken Umsatz mit Muslimen: Im muslimischen Fastenmonat Ramadan führten in diesem Herbst rund 500 Läden für Immigranten in der Schweiz eine Aktion für Produkte aus Nestlé-Werken in Malaysia, Indonesien, Marokko. Das Spezielle an diesen Maggi-Würfeln und Nido-Getränken: Sie sind alle «halal» – erlaubt nach den islamischen Speisevorschriften, hergestellt, wie es der Koran vorschreibt: ohne Alkohol, Blut oder Schweinefleisch.

Malaysia stärkt Position auf globalem Halal-Markt

Kuala Lumpur (BZZ) – Malaysia hat auf dem globalen Halal-Markt seine Position gestärkt und ist zu einem der bedeutendsten internationalen Hubs für die islam­konforme Lebensmittel­indu­strie geworden. In den vergangenen Jahren haben sich in dem süd­ostasiatischen Land weltweit anerkannte Zentren für Ausbildung, Forschung, Entwicklung und zur Schaffung von Normen für Halal-Food entwickelt.

Nestlé vernetzt Halal-Produktion

Kuala Lumpur (BZZ) – Nestlé, weltweit größter Nahrungsmittelkonzern und derzeit in über 80 Ländern der Erde vertreten, ist auch in der Halal-Industrie ein Global­player, der neue Maßstäbe setzt. Im „alten Europa“ und selbst im Heimatland des Konzerns, in der Schweiz, blieb bisher weitgehend unbeach­tet, mit welchem Kon­zept die Manager in Vevey am Genfer See den unauf­hörlich steigenden Bedarf an islam­kon­formen Lebensmitteln durch konzern­eigene Produkte befriedigen wollen. Längst ist Nestlé dabei, nicht nur die gesamte islamische Welt, sondern auch die kaufkräftige muslimische Diaspora in Nordamerika und Westeuropa zu vernetzen.