Halal-Fleisch verboten: Polnisches Gericht stoppt rituelle Schlachtung

Das polnische Verfassungsgericht hat die Schlachtung von Tieren nach jüdischen und muslimischen Riten verboten. Medienberichten zufolge urteilte das Gericht am Dienstag, die Tötung ohne Betäubung sei Tierquälerei und verletze die Verfassung. Damit schert Polen aus einer EU-weiten Regelung aus, die ab 1. Januar in Kraft treten soll und Ausnahmen für rituelle Tötungen erlaubt. Weltweite Proteste von Juden und Muslimen werden jetzt erwartet.

Halal und Koscher sind auch in Südtirol aktuell

Auch in Südtirol werden lebensmittel nach religiösen Vorschriften zunehmend zu einem Thema für Lebensmittelmärkte, Hotels und Restaurants. Unter dem Titel „Halal und koscher: der Markt im Wandel der Gesellschaft“ organisiert am 8. November 2012 der TIS Innovationspark in Bozen eine Informationsveranstaltung.

Kaiser´s schliesst in Berlin die Halal-Marktlücke

In Kooperation mit der Berliner Fleischmanufaktur Gezer wurde für die muslimische Kundschaft ein 14 Artikel umfassendes Sortiment entwickelt. Erhältlich sind die Halal-Produkte (Lamm, Hähnchen, Rind und Kalb) vorerst lediglich in 35 Filialen der Region Berlin.

Schweden will in der EU rituelle Schlachtungen reduzieren

Schwedens Tierschützer wollen, dass die EU künftig religiöse Schlachtungen strenger überprüft und einheitliche Vorschriften erlässt. Bei einer Sitzung des Rates für Landwirtschaft und Fischerei informierte die schwedische Delegation die EU-Kommission über ihren Wunsch zur Durchsetzung der allgemeinen Verpflichtung zur Betäubung der Tiere vor der Schlachtung.

Schächtverbot wird auch in der Schweiz zur Diskussion gestellt

In der Schweiz sind sich Juden, Muslime und Freidenker einig: die Debatte um das Halal-Fleisch in Frankreich ist nur ein populistisches Wahlkampfmanöver des um seine Wiederwahl ringenden Staatschefs Nicolas Sarkozy. Nebenbei wird in einem Artikel in der Schweizer Pendlerzeitung „20 Minuten“ aber auch Kritik am heutigen Schächtverbot in der Schweiz geübt.

Regierung: Kein Verbot ritueller Schlachtung in Frankreich geplant

Fünf Millionen Muslime und 600 000 Juden sind die grössten religiösen Minderheiten in Europa. Nicht alle essen Halal-Food oder koschere Lebensmittel, doch fast jeder Muslim und Jude in Frankreich fühlt sich in diesen Tagen von rechtspopulistischen Politikern attackiert und verächtlich gemacht. Ministerpräsident Francois Fillon will jetzt die Wogen glätten.