Britischer Zertifizierer führt neues Halal-Label ein

Immer mehr Muslime in Grossbritannien verlangen offenbar, das Schlachttiere traditionell ohne Betäubung geschlachtet werden. Die eher liberal orientierte britische Halal Food Authority (HFA) führt jetzt ein neues Label für Fleisch ein, das von betäubungslos geschlachteten Tieren stammt.

Neuer globaler Halal-Zertifizierungsstandard in der Diskussion

Cert ID Europe, ein führendes Unternehmen für die Zertifizierung, hat sich mit der Hedschas-Gruppe zusammengeschlossen, um die Halal Authority Board (HAB) zu bilden und einen neuen weltweiten Maßstab für die Halal-Zertifizierung in der Lebensmittelindustrie anzubieten. Die Betäubung eines Schlachttieres ist in diesem Standard nicht mehr explizit untersagt.

Halal-Fleisch in Grossbritannien soll sichtbar gekennzeichnet sein

Fleisch, das aus Schlachttieren gewonnen worden ist, die rituell und ohne Betäubung geschlachtet worden sind, soll in Grossbritannien künftig gekennzeichnet werden müssen. Laut dem Unterstaatssekretär im Ministerium für Umwelt, Nahrungsmittel und Landentwicklung, Lord Taylor of  Holbeach, arbeite sein Team gegenwärtig an einem Entwurf.  Das neue Gesetz soll als nationale Zwischenlösung dienen bis die Europäische Union ihrerseits eine Vorschrift erlassen habe.

Quash Gesichtsreinigungstücher wurden auch für Halal-Markt entwickelt

Der britische Hersteller für Körperpflegemittel Quash will mit halal-komptaiblen Reinigungstüchern den Weltmarkt erobern. Die Formel ist alkoholfrei, nicht brennbar, enthält keine Reizstoffe und ist dermatologisch getestet, daher auch unbedenklich für Kinder zu verwenden. Die Tücher sind auch ‚Halal‘ kompatibel, was bedeutet, dass Quash einen riesigen Vorteil beim Verkauf des Produkts in muslimischen Gebieten wie dem Nahen und Fernen Osten haben wird.

Debatte über Halal-Schlachtung von Hühnern in den USA

Die Kontroverse über die entsprechende Methode der Schlachtung eines Tieres unter Berücksichtigung der islamischen Regeln und der Wahrung der Verbraucherinteressen ist in den USA mit einer aktuellen Entscheidung des Unternehmens Al-Safa erneut eskaliert. Die Organisation „Halal Advocates of America“ sagt, dass Al Safa die Schlachtung von Hühnern verändert habe, ohne seine Kunden vorher zu informieren. Es werde jetzt mechanisch und nicht mehr von Hand geschlachtet.