Debatte über Halal-Schlachtung von Hühnern in den USA

Die Kontroverse über die entsprechende Methode der Schlachtung eines Tieres unter Berücksichtigung der islamischen Regeln und der Wahrung der Verbraucherinteressen ist in den USA mit einer aktuellen Entscheidung des Unternehmens Al-Safa erneut eskaliert. Die Organisation „Halal Advocates of America“ sagt, dass Al Safa die Schlachtung von Hühnern verändert habe, ohne seine Kunden vorher zu informieren. Es werde jetzt mechanisch und nicht mehr von Hand geschlachtet.

Wiesenhof-Konzern hat es satt: „Moderne Hexenverbrennung“

„Ideologischen Kampagnenjournalismus“ nennt der Wiesenhof-Konzern eine Medienkampagne von militanten Tierschützern und ihren Helfershelfern in der Medienindustrie. Am 31. August will die ARD eine Reportage mit dem Titel „Das System Wiesenhof“ ausstrahlen. Bezeichnend ist, dass sich radikale Tierschutz-Organisationen wie PETA neuerdings mit unwahren Gruselgeschichten sogar an die Muslime wenden und damit beweisen wollen, die Produkte des Konzern seien nicht „halal“. Das Unternehmen spricht inzwischen von „moderner Hexenverbrennung“.

Konkurrenz kann lernen: Das ist wirkliche Pute pur

Ein Schweinewiener mit 5% Geflügelfleisch muss „Wiener mit Geflügelfleisch“ heißen. Ein Wiener aus überwiegend Putenfleisch muss „Putenwiener“ heißen, wobei auf die Verwendung von anderen Fleischsorten, auch bei einem Anteil von 50%, nicht im Produktnamen hingewiesen werden muss. In einer Medienmitteilung hat das Unternehmen Höhenrainer, Produzent von „Putepur“, jetzt auf diese nicht mehr zeitgemässe weil verbraucherfeindliche Vorschrift hingewiesen.

„Die Verbraucher erwarten allerdings bei Putenwurst nur Putenfleisch. Stiftung Warentest hat diese Diskrepanz zwischen Verbrauchererwartung und gesetzlicher Regelung jetzt aufgezeigt und eine Änderung der Leitsätze beantragt, was wir Höhenrainer sehr begrüßen.“

Warnung: Geflügelwurst von Edeka mit Schwein

Die Handelskette Edeka, zu der im Grenzgebiet zur Schweiz und Frankreich auch der ansonsten renommierte Hieber-Markt gehört, hat ihre Geflügelwurst entgegen ursprünglichen Annahmen nicht mit Rindfleisch sondern mit 31% Schweinefleisch angereichert. Muslime und Menschen, die Schweinefleisch nicht vertragen oder nicht mögen, seien vor diesem Edeka-Produkt gewarnt.

Warentest entlarvt auch skandalöse Zustände in der Halal-Branche

Die Nachricht ist unzweideutig und alarmierend: die Stiftung Warentest hat die Etiketten von 207 Geflügelfleischerzeugnissen überprüft: Bei etwa jeder vierten Wurst stand groß „Geflügel“, „Pute“ oder „Truthahn“ drauf, doch es war auch Fleisch vom Schwein oder Rind verarbeitet – überwiegend fast genauso viel, manchmal sogar mehr als Geflügelfleisch. Doch auch das deutsche Halal-Food und dessen Zertifizierer sind erneut in die Schusslinie geraten, allen voran die Meemken Wurstwaren und das Islamische Zentrum in Aachen. Fachautor Peter Z. Ziegler: „Folgt nach dem misslungenen Tests bei der Stiftung Warentest ein Meemken-Skandal, dann wird dieser die deutsch-türkische Halal-Szene bis auf die Grundfesten erschüttern.“

Islam Blogger klären Muslime über „Geflügelprodukte“ auf

Stiftung Warentest hat die Etiketten von 207 Geflügelfleischerzeugnissen überprüft. Das schockierende Ergebnis: Bei fast jeder vierten Wurst stand groß “Geflügel”, “Pute” oder “Truthahn” drauf, doch es war auch Fleisch vom Schwein oder Rind verarbeitet. http://www.islam-blogger.de hat inzwischen die muslimische Community in Deutschland gewarnt.

Warentest entlarvt die falschen Geflügelprodukte

Die Stiftung Warentest enthüllte jetzt: diese 53 Erzeugnisse werden als Geflügelprodukt bezeichnet, obwohl neben Geflügelfleisch auch Fleisch anderer Tiere – mitunter sogar überwiegend – enthalten ist. Dies ist nur an den Zutaten zu erkennen. Vor allem muslimischen VerbraucherInnen ist zur Vorsicht zu raten: einige der Produkte enthalten Schweinefleisch, andere „Geflügelprodukte“ bestehen sogar überwiegend aus Schwein.

Halal in Deutschland: „Geschäfte mit Gottes Geboten“

„Der Markt boomt – und das Prinzip funktioniert wie bei Bio-Siegeln: Konsumenten, die verunsichert sind, was gesund, umwelt- und tierschonend ist, kaufen Bio-Produkte. Muslime, die verunsichert sind, was islamisch erlaubt ist, kaufen Halal-Lebensmittel.“ So sieht es der Kölner Stadtanzeiger in einer aktuellen Reportage über Halal-Food, die islamkonformen Lebensmittel. Muslime, die verunsichert sind, was islamisch erlaubt ist, würden eben Halal-Lebensmittel kaufen. 4 Millionen Muslime leben in Deutschland, darunter 2,7 Millionen türkischer Herkunft.

Halal – ein Wachstumsmarkt für Laborunternehmen

Die Struktur der heutigen Lebens- und Futtermittelketten erlaubt den einfachen Zugang zu neuen Märkten. Jedoch bergen diese neuen Möglichkeiten auch neue Herausforderungen und Risiken. Unabhängige Laboranalysen sind eine wichtige Grundlage für ein funktionierendes Qualitätssicherungssystems und setzen eine strikte, sensitive und präzise Technologie sowie praxisnahes Fachwissen voraus. Das Augsburger Laborunternehmen Genetic ID wendete sich kürzlich zum Thema Halal-Food direkt an die Lebensmittelindustrie und die Handelsketten. Genetic ID zählte zu den ersten kommerziellen Laboren, welche PCR-Tests zum Spezies- und GVO-Nachweis angeboten haben

Wurstfabrik Herta soll Muslime betrogen haben

Schwere Vorwürfe gegen die Produzenten der deutschen Wurstmarke Herta. Das zum Nestlé-Konzern gehörende Unternehmen aus dem Ruhrgebiet soll mit seiner Geflügelwurst „Knacki“ die Muslime betrogen haben. In den angeblich islamkonformen Würsten fanden sich Reste von Schweinefleisch. Inzwischen haben nach einem Bericht der Pariser Tageszeitung „Le Figaro“ die betroffenen französischen Supermärkte, allen voran der Konzern „Casino“, die Herta-Erzeugnisse aus ihrem Sortiment entfernt. In den Skandal verwickelt ist auch die renommierte Grosse Moschée von Paris, die für die Zertifizierung der Herta-Wurstwaren in Frankreich verantwortlich war.