Disneyland in Hongkong öffnet Gastronomie für Muslime

Disneyland in Hongkong hat jetzt Halal-Lebensmittel eingeführt, um die Muslime unter den Festlandchinesen besser an sich zu binden und sich damit für den Wettbewerb mit Schanghai zu rüsten. Über 40 Prozent der Besucher des Themenparks kommen heute vom Festland, doch bereits 2015 soll ein weiteres Disneyland Schanghai öffnen.

Halal-Fleisch in Grossbritannien soll sichtbar gekennzeichnet sein

Fleisch, das aus Schlachttieren gewonnen worden ist, die rituell und ohne Betäubung geschlachtet worden sind, soll in Grossbritannien künftig gekennzeichnet werden müssen. Laut dem Unterstaatssekretär im Ministerium für Umwelt, Nahrungsmittel und Landentwicklung, Lord Taylor of  Holbeach, arbeite sein Team gegenwärtig an einem Entwurf.  Das neue Gesetz soll als nationale Zwischenlösung dienen bis die Europäische Union ihrerseits eine Vorschrift erlassen habe.

Halal-Food vereint westliche und muslimische Werte

Der gemeinsame gastronomische Faden zwischen Muslimen und europäischer Kultur ist die Synthese von Halal-Standards in einem überwiegend westlichen kulturellen Rahmen. Dieser Überzeugung ist der Publizist Zahed Amanullah, gegenwärtig Zeuge der Entwicklung in Grossbritannien. Er meint: Muslime demonstrieren entweder als Hersteller oder Verbraucher ihren Wunsch, authentische westliche Kultur und ethische Werte bei Lebensmitteln durch Erfahrung und Entdeckung der Gemeinsamkeiten mit Halal-Werte zu verbinden. Darüber hinaus könne die Verfügbarkeit von Halal-Produkten in Unternehmen des Mainstream wie Whole Foods Market und Sainsburys muslimische Verbraucher für diese Märkte gewinnen, die sie ansonsten vielleicht nicht berücksichtigt hätten. Halal-Food sei nicht das Nebenprodukt einer separatistischen Ideologie sondern in Wirklichkeit sei es repräsentativ für eine neue Art der Integration und des Pluralismus, zu der die misstrauisch betrachteten muslimischen Gemeinschaften im Westen beitragen können.