Frankreich hat Appetit auf Halal: Fast-Food wird islamkonform

Einmal mehr nehmen deutsche Medien zur Kenntnis, dass in Frankreich muslimische Verbraucher mit ihrem Portemonnaie darüber abstimmen, was sie gerne essen möchten und was folglich in Supermärkten, Restaurants und vor allem in den grossen Imbissketten angeboten wird. Das Geschäft mit korangerechtem Fleisch erlebt in Frankreich einen wahren Boom, stellt die „Frankfurter Rundschau“ fest. Jetzt bietet auch die Fastfoodkette Quick in 14 Lokalen nur noch Fleisch an, das halal ist.

Unbekanntes Paris und afrikanische Halal-Metzger

Starfotograf Martin Parr hat im Pariser Migrantenviertel „La Goutte d’Or“ fotografiert – und Außergewöhnliches entdeckt. Darüber berichtet das Magazin „der Freitag“ in seiner jüngsten Ausgabe. Neben Bergen von exotischem Gemüse wird an den Ständen der Halal-Metzger Fleisch angeboten, das nie in französischen Metzgereien zu sehen ist. Die afrikanische Küche verarbeitet viel Fleisch, aber nicht die teuren Filetstücke, sondern Innereien, Beinfleisch und andere Teile, die sonst allenfalls verwurstet werden.

Halal – ein Wachstumsmarkt für Laborunternehmen

Die Struktur der heutigen Lebens- und Futtermittelketten erlaubt den einfachen Zugang zu neuen Märkten. Jedoch bergen diese neuen Möglichkeiten auch neue Herausforderungen und Risiken. Unabhängige Laboranalysen sind eine wichtige Grundlage für ein funktionierendes Qualitätssicherungssystems und setzen eine strikte, sensitive und präzise Technologie sowie praxisnahes Fachwissen voraus. Das Augsburger Laborunternehmen Genetic ID wendete sich kürzlich zum Thema Halal-Food direkt an die Lebensmittelindustrie und die Handelsketten. Genetic ID zählte zu den ersten kommerziellen Laboren, welche PCR-Tests zum Spezies- und GVO-Nachweis angeboten haben

Wurstfabrik Herta soll Muslime betrogen haben

Schwere Vorwürfe gegen die Produzenten der deutschen Wurstmarke Herta. Das zum Nestlé-Konzern gehörende Unternehmen aus dem Ruhrgebiet soll mit seiner Geflügelwurst „Knacki“ die Muslime betrogen haben. In den angeblich islamkonformen Würsten fanden sich Reste von Schweinefleisch. Inzwischen haben nach einem Bericht der Pariser Tageszeitung „Le Figaro“ die betroffenen französischen Supermärkte, allen voran der Konzern „Casino“, die Herta-Erzeugnisse aus ihrem Sortiment entfernt. In den Skandal verwickelt ist auch die renommierte Grosse Moschée von Paris, die für die Zertifizierung der Herta-Wurstwaren in Frankreich verantwortlich war.

Deutsche Welle sieht in „Halal-Hype“ Chancen für Industrie

Halal-Food ist endgültig in den deutschen Medien angekommen. Einen Tag nach Weihnachten widmet auch die Deutsche Welle (DW) dem in Deutschland umstrittenen Thema eine Reportage. Unter dem Titel „Hype um Halal“ wird zusammengefasst, was die deutsche Lebensmittelindustrie mit Blick auf 2011 bewegt: „Essen gemäß der reinen Lehre des Koran – mit entsprechenden Produkten wird weltweit kräftig Umsatz gemacht. Auch in Deutschland könnten Unternehmen damit viel Geld verdienen. Doch Industrie und Einzelhandel zögern.“

Dubai drängt auf französischen Halalmarkt

Al Islami Foods, führender Hersteller von qualitativ hochwertigen Halal-Produkten im Nahen Osten, drängt jetzt auch auf den französischen Halalmarkt und will sich damit eine Basis für den Handel in der Europäischen Union schaffen. Frankreichs attraktiver Halalmarkt wird aktuell auf einen Wert von 7,5 Milliarden Euro im Jahr beziffert.