Maschine für Halal-Wurst produziert ihre Hülle selbst

Eine neuartige Wurstmaschine aus Oberschwaben wird in der fleischverarbeitenden Industrie und im Handwerk auch den Bio- und Halal-Markt erobern. Das System nennt sich Con-Pro-Link und hat der Firma Handtmann in Biberach die „Internationale DLG-Goldmedaille 2012“ für eine vorbildliche Innovation in der vollautomatischen Wurstherstellung eingebracht.

Halal-Fleisch in Grossbritannien soll sichtbar gekennzeichnet sein

Fleisch, das aus Schlachttieren gewonnen worden ist, die rituell und ohne Betäubung geschlachtet worden sind, soll in Grossbritannien künftig gekennzeichnet werden müssen. Laut dem Unterstaatssekretär im Ministerium für Umwelt, Nahrungsmittel und Landentwicklung, Lord Taylor of  Holbeach, arbeite sein Team gegenwärtig an einem Entwurf.  Das neue Gesetz soll als nationale Zwischenlösung dienen bis die Europäische Union ihrerseits eine Vorschrift erlassen habe.

Schächtverbot wird auch in der Schweiz zur Diskussion gestellt

In der Schweiz sind sich Juden, Muslime und Freidenker einig: die Debatte um das Halal-Fleisch in Frankreich ist nur ein populistisches Wahlkampfmanöver des um seine Wiederwahl ringenden Staatschefs Nicolas Sarkozy. Nebenbei wird in einem Artikel in der Schweizer Pendlerzeitung „20 Minuten“ aber auch Kritik am heutigen Schächtverbot in der Schweiz geübt.

Auch Tiefkühlkost muss für die Muslime halal sein

Auch Tiefkühlkost muss für die Muslime halal sein. Das Branchenmagazin „tk-report („Die ganze Welt der Tiefkühl-Frische“) befasst sich in seiner ersten Ausgabe des Jahres 2012 ausführlich mit Halal-Food. Die in Obernburg am Main herausgegebene Fachzeitschrift lässt dabei den Chef des Islamischen Informations- und Dokumentationszentrums (IIDZ), Günther Ahmed Ruznak aus Wien zu Wort kommen.

Lebensmittelschwindel: Halal-Fleisch ohne Zertifikat

Immer mehr Produkte in heimischen Supermärkten werben mit dem Halal-Zeichen und wollen damit muslimische Verbraucher zum Kauf animieren. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Halal-Kennzeichnung allerdings keine Pflichtkennzeichnung nach dem Lebensmittelkenn­zeichnungsrecht und in der Folge wird von vielen Herstellern geschwindelt.

Frankreich hat Appetit auf Halal: Fast-Food wird islamkonform

Einmal mehr nehmen deutsche Medien zur Kenntnis, dass in Frankreich muslimische Verbraucher mit ihrem Portemonnaie darüber abstimmen, was sie gerne essen möchten und was folglich in Supermärkten, Restaurants und vor allem in den grossen Imbissketten angeboten wird. Das Geschäft mit korangerechtem Fleisch erlebt in Frankreich einen wahren Boom, stellt die „Frankfurter Rundschau“ fest. Jetzt bietet auch die Fastfoodkette Quick in 14 Lokalen nur noch Fleisch an, das halal ist.

Verbraucher braucht kein Halal- sondern ein Verbots-Zertifikat

Mit seinen Thesen zur Halal-Zertifizierung von islamkonformen Lebensmitteln hat Dr. Hasan Karaca vom Forschungszentrum für Religion und Gesellschaft (forege) bei einem Marktforum vor der IHK München über „Halal Food“ Aufsehen erregt. „Die ‚Halal-Zertifizierung‘ beziehe sich im traditionell religiösen Sinne auf den sachgemäßen Umgang mit Lebensmitteln, nicht auf das Produkt als solches, sagte Karaca. In der Konsequenz bräuchten die Verbraucher kein „Halal“ -(= ‚Erlaubtes‘), sondern ein „Verbots“-Zertifikat, damit sei „Halal“ eine Verbraucherschutzfrage.

Ein Milliardenmarkt und wieso es trotzdem keine Halal-Zertifizierung gibt

Im neuesten Migrationsmagazin „Migazin“ erklärt Anya Schlie, Vorstandsmitglied der deutsch-türkischen Vereinigung DTFood, die Problematik der Halal-Zertifizierung in Deutschland. Der Weltmarktanteil für Halal-Nahrungsmittel lag in 2010 bei 651 Milliarden USD. Auf Europa entfielen 67 Milliarden USD und auf Deutschland fünf Milliarden USD. Wieso die Lebensmittelindustrie trotzdem keine Halal-Zertifizierung vornimmt, wer die Leidtragenden sind und wer gefordert ist, wird von der Autorin kritisch beleuchtet.

In Deutschland leben rund 4,3 Millionen Muslime. Sie alle würden sich – wenn sie die Wahl hätten – nach den Vorgaben des Korans, also halal, ernähren. Das Problem dabei: Wie soll der muslimische Konsument wissen, was halal und somit erlaubt ist und was haram und verboten?