Halal made in Switzerland – Im Berner Oberland wird islamisch geschlachtet

Auf dem Brienzersee in der Zentralschweiz fahren «Halal-Cruises», ein Berner Viehhändler beliefert einen Halal-Schlachthof. Die stark wachsende, kaufkräftige muslimische Kundschaft treibt die Wirtschaft an, sich islamischen Qualitätsanforderungen anzupassen, was auch westlichen Konsumenten zugutekommen kann. Der Schweizer Bundesrat legt – wie für das Juden vorbehaltene koschere Fleisch – ein jährliches Importkontingent für Halal-Fleisch fest, derzeit 350 Tonnen Rind- und 175 Tonnen Schaffleisch. Einen anderen Weg beschreitet die Grossmetzgerei Sila in Buckten im Kanton Basellandschaft. Sie schlachtet nach islamischem Recht – tierärztlich überwacht in der Schweiz. Die Tiere werden – wie beim konventionellen Schlachten – mit Elektroschock betäubt

Metro bietet neu auch Halal-Fleischprodukte an

Die Handelskette METRO Cash & Carry hat Anfang November auf Ihrer Website angekündigt, dass ihr Sortiment inzwischen auch islamkonforme Fleischprodukten beinhaltet. Die in Deutschland vertriebenen Produkte der Metro besitzen ein Halal-Zertifikat, bei deren Erzeugung wurden die Schlachttiere jedoch nicht geschächtet. Der deutsche Handelsriese ist mit Niederlassungen in 29 Ländern vertreten und betreibt insgesamt 655 Selbstbedienungsgroßmärkte.