Ist Halal-Schlachtung tiergerecht?

Einmal mehr wird in einem Beitrag über islamkonformes Essen die Frage gestellt, ob die Halal-Schlachtung tiergerecht sei? In diesem Fall kommt der Bericht aus den USA und ist erstaunlich objektiv. Während in Deutschland und in der EU jede objektive Diskussion über tiergerechte Schlachtungen nach den religiösen Normen der Muslime oder der Juden durch religionsfeindliche Kommentare erstickt werden, ist dies in den USA anders. Dort hat mit Dr. Temple Grandin, die bekannte Autismus-Advokatin und eine der wichtigsten Experten zum Thema tierisches Verhalten, ein gewichtiges Wort mit zu reden. Grandin arbeitet als Beraterin für die Viehzuchtindustrie und hat mehrere Schlachthöfe entworfen, die darauf ausgerichtet sind, den Stress, den das Tier vor der Schlachtung empfindet, zu minimieren.

Den Tieren nützt das „Schächtverbot“ in Holland gar nichts

Als Fachjournalist hat Peter Z. Ziegler zu dem von der Deutschen Presseagentur verbreiteten Bericht über das vom Parlament der Niederlande beschlossene „Schächtverbot“ einige sachlich notwendige Ergänzungen gemacht. Sein Fazit: Den Tieren nützt das Verbot aus Den Haag gar nichts, bedient wird nur die aktuelle Stimmung gegen den Islam.

Juden und Muslime empört: Holland verbietet rituelle Schlachtung

Trotz heftiger Proteste von Juden und Muslimen werden in den Niederlanden Schächtungen verboten. Mit deutlicher Mehrheit stimmte das Parlament in Den Haag am Dienstag für eine entsprechende Verordnung, die das Schlachten von Tieren ohne Betäubung untersagt. Die Organisation Muslime und Regierung erklärte, durch das Verbot würden Muslime und auch Juden vom Staat «abqualifiziert als Menschen, die etwas Schlechtes tun».

Warentest entlarvt auch skandalöse Zustände in der Halal-Branche

Die Nachricht ist unzweideutig und alarmierend: die Stiftung Warentest hat die Etiketten von 207 Geflügelfleischerzeugnissen überprüft: Bei etwa jeder vierten Wurst stand groß „Geflügel“, „Pute“ oder „Truthahn“ drauf, doch es war auch Fleisch vom Schwein oder Rind verarbeitet – überwiegend fast genauso viel, manchmal sogar mehr als Geflügelfleisch. Doch auch das deutsche Halal-Food und dessen Zertifizierer sind erneut in die Schusslinie geraten, allen voran die Meemken Wurstwaren und das Islamische Zentrum in Aachen. Fachautor Peter Z. Ziegler: „Folgt nach dem misslungenen Tests bei der Stiftung Warentest ein Meemken-Skandal, dann wird dieser die deutsch-türkische Halal-Szene bis auf die Grundfesten erschüttern.“

Döner-Spiess – eine Erfolgsstory in Sachen Halal-Food

In der Bundeshauptstadt haben die meisten Dönerproduzenten ihren Sitz. Zusammen beliefern sie bundesweit mehr als 15000 Imbissbuden mit frischen Spießen. Wer in Berlin und Brandenburg ein gefülltes Fladenbrot bestellt, hat gute Chancen, in einen Döner aus Falkensee zu beissen. Dies berichtete jetzt die Märkische Zeitung und setzte in einer Reportage einen neuen Trend. Auch Medien im Osten Deutschlands beginnen mit der Verbraucheraufklärung und schreiben für multikulturelles Zusammenleben und gegen Ausländerhass und Islamphobie an.

Halal: Schächten geht auch mit Betäubung

Die aktuelle Diskussion um Halal-Food in den deutschsprachigen Ländern basiert zu einem Teil auf sprachlichen Differenzen bezüglich des Begriffs „schächten“ und auf Fehlinterpretationen des Begriffs „halal“. Würden die Germanisten und die führenden Publikationen die daraus resultierende Begriffsverwirrung beseitigen, dann könne viel Zündstoff aus der hitzigen Debatte herausgenommen werden. Peter Z. Ziegler erläutert das Schächten mit und ohne Betäubung durch seltene Fotos verschiedener Apparaturen, die in der Regel die Medien nicht zu Gesicht bekommen.

Emotioneller Tierschutz führt auf abschüssige Bahnen

Eine historische Betrachtung der deutschen Tierschutzgesetzgebung, insbesondere des bis 1972 gültigen „Reichstierschutzgesetzes“, mag daher sehr geeignet sein um zu zeigen, auf welche abschüssigen Bahnen ein ideologischer oder emotional aufgeladener Tierschutz führen kann.

Interview mit dem britischen Halal-Berater Evans

Abdalhamid Evans von der Firma Imarat Consultants berät Firmen beim Thema Halal, betreibt die Webseite halalfocus.com und ist Mitorganisator des World Halal Forum, das demnächst am 10. und 11. November in London statfinden wird. Bei der 1. Europäischen Halalkonferenz im Sep­tember auf der Messe von Düsseldorf interviewte ein Redakteur der Islamischen Zeitung Abdalhamid Evans und und sprach mit ihm über die Konferenz und über aktuelle Probleme des europäischen Halalmarktes.

Die „Halal-Industrie“ gilt als wichtiges Segment

Gespräch der „Islamischen Zeitung“ mit dem Berater Abdalhamid Evans (iz). Abdalhamid Evans von der Firma Imarat Consultants berät Firmen beim Thema Halal, betreibt die Webseite halalfocus.com und ist Mitorganisator des World Halal Forum, das demnächst am 10. und 11. November in London statfinden wird. Wir trafen Abdalhamid Evans bei der DTFood-Halalkonferenz im Sep­tember in Düsseldorf …

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Schächtung humaner als Bolzenschuss

Am 5. Februar 1978 erschien in der „Deutschen Tierärztlichen Wochenschrift“ in einem Übersichtsreferat eine Studie von Prof. Dr. Schulze und mehreren Kollegen von der Tierärztlichen Hochschule Hannover zur Objektivierung von Schmerz und Bewusstsein bei der konventionellen Bolzenschussbetäubung sowie religionsgesetzlichen Schlachtung („Schächtschnitt“) von Schaf und Kalb. Im Ergebnis sagte die Studie aus, dass die Schächtung humaner ist als der Bolzenschuss.