Frankreich hat Appetit auf Halal: Fast-Food wird islamkonform

Einmal mehr nehmen deutsche Medien zur Kenntnis, dass in Frankreich muslimische Verbraucher mit ihrem Portemonnaie darüber abstimmen, was sie gerne essen möchten und was folglich in Supermärkten, Restaurants und vor allem in den grossen Imbissketten angeboten wird. Das Geschäft mit korangerechtem Fleisch erlebt in Frankreich einen wahren Boom, stellt die „Frankfurter Rundschau“ fest. Jetzt bietet auch die Fastfoodkette Quick in 14 Lokalen nur noch Fleisch an, das halal ist.

Jüdisch-muslimische Front gegen Schächtungsverbot in Holland

In seltener Einigkeit kämpfen Vertreter beider Religionen gegen einen im Parlament schon abgesegneten Gesetzesentwurf, dem noch der Senat zustimmen muss. das Geplante Verbot beschränke die Religionsfreiheit. Österreich´s Online-Zeitung „DiePresse.com“ berichtet dazu.

Halal made in Switzerland – Im Berner Oberland wird islamisch geschlachtet

Auf dem Brienzersee in der Zentralschweiz fahren «Halal-Cruises», ein Berner Viehhändler beliefert einen Halal-Schlachthof. Die stark wachsende, kaufkräftige muslimische Kundschaft treibt die Wirtschaft an, sich islamischen Qualitätsanforderungen anzupassen, was auch westlichen Konsumenten zugutekommen kann. Der Schweizer Bundesrat legt – wie für das Juden vorbehaltene koschere Fleisch – ein jährliches Importkontingent für Halal-Fleisch fest, derzeit 350 Tonnen Rind- und 175 Tonnen Schaffleisch. Einen anderen Weg beschreitet die Grossmetzgerei Sila in Buckten im Kanton Basellandschaft. Sie schlachtet nach islamischem Recht – tierärztlich überwacht in der Schweiz. Die Tiere werden – wie beim konventionellen Schlachten – mit Elektroschock betäubt

Den Tieren nützt das „Schächtverbot“ in Holland gar nichts

Als Fachjournalist hat Peter Z. Ziegler zu dem von der Deutschen Presseagentur verbreiteten Bericht über das vom Parlament der Niederlande beschlossene „Schächtverbot“ einige sachlich notwendige Ergänzungen gemacht. Sein Fazit: Den Tieren nützt das Verbot aus Den Haag gar nichts, bedient wird nur die aktuelle Stimmung gegen den Islam.

Juden und Muslime empört: Holland verbietet rituelle Schlachtung

Trotz heftiger Proteste von Juden und Muslimen werden in den Niederlanden Schächtungen verboten. Mit deutlicher Mehrheit stimmte das Parlament in Den Haag am Dienstag für eine entsprechende Verordnung, die das Schlachten von Tieren ohne Betäubung untersagt. Die Organisation Muslime und Regierung erklärte, durch das Verbot würden Muslime und auch Juden vom Staat «abqualifiziert als Menschen, die etwas Schlechtes tun».

Halal – ein Wachstumsmarkt für Laborunternehmen

Die Struktur der heutigen Lebens- und Futtermittelketten erlaubt den einfachen Zugang zu neuen Märkten. Jedoch bergen diese neuen Möglichkeiten auch neue Herausforderungen und Risiken. Unabhängige Laboranalysen sind eine wichtige Grundlage für ein funktionierendes Qualitätssicherungssystems und setzen eine strikte, sensitive und präzise Technologie sowie praxisnahes Fachwissen voraus. Das Augsburger Laborunternehmen Genetic ID wendete sich kürzlich zum Thema Halal-Food direkt an die Lebensmittelindustrie und die Handelsketten. Genetic ID zählte zu den ersten kommerziellen Laboren, welche PCR-Tests zum Spezies- und GVO-Nachweis angeboten haben

Halal-Food vereint westliche und muslimische Werte

Der gemeinsame gastronomische Faden zwischen Muslimen und europäischer Kultur ist die Synthese von Halal-Standards in einem überwiegend westlichen kulturellen Rahmen. Dieser Überzeugung ist der Publizist Zahed Amanullah, gegenwärtig Zeuge der Entwicklung in Grossbritannien. Er meint: Muslime demonstrieren entweder als Hersteller oder Verbraucher ihren Wunsch, authentische westliche Kultur und ethische Werte bei Lebensmitteln durch Erfahrung und Entdeckung der Gemeinsamkeiten mit Halal-Werte zu verbinden. Darüber hinaus könne die Verfügbarkeit von Halal-Produkten in Unternehmen des Mainstream wie Whole Foods Market und Sainsburys muslimische Verbraucher für diese Märkte gewinnen, die sie ansonsten vielleicht nicht berücksichtigt hätten. Halal-Food sei nicht das Nebenprodukt einer separatistischen Ideologie sondern in Wirklichkeit sei es repräsentativ für eine neue Art der Integration und des Pluralismus, zu der die misstrauisch betrachteten muslimischen Gemeinschaften im Westen beitragen können.

Im Saarland sind Halal-Produkte noch wenig bekannt

Im Saarland sind Halal-Produkte noch wenig bekannt. Dies stellte jetzt die Saarbrücker Zeitung in einem Interview mit Verbraucherschützern fest. Der Absatz in anderen Bundesländern sei wesentlich höher, sagte ein Experte und nennt Unwissenheit bei den Muslimen im Saarland als mögliche Ursache. Lebensmittel, die halal sind, könne man im Saarland zwar kaufen. Hergestellt werden die Produkte aber in anderen Bundesländern oder Frankreich, obwohl in Saarbrücken fast 9000 Muslime leben.

Döner-Spiess – eine Erfolgsstory in Sachen Halal-Food

In der Bundeshauptstadt haben die meisten Dönerproduzenten ihren Sitz. Zusammen beliefern sie bundesweit mehr als 15000 Imbissbuden mit frischen Spießen. Wer in Berlin und Brandenburg ein gefülltes Fladenbrot bestellt, hat gute Chancen, in einen Döner aus Falkensee zu beissen. Dies berichtete jetzt die Märkische Zeitung und setzte in einer Reportage einen neuen Trend. Auch Medien im Osten Deutschlands beginnen mit der Verbraucheraufklärung und schreiben für multikulturelles Zusammenleben und gegen Ausländerhass und Islamphobie an.